Workshop: „Wir müssen reden“ – Was Pressesprecher und Journalisten nervt

Auf einem Workshop des Vereins „Netzwerk K“ haben sich Pressesprecher und Journalisten ausgetauscht, was sie jeweils an der Gegenseite stört. Organisiert wurde der Workshop von Wolfgang Aich, Martin Hennings sowie Walter Nägele. Wir dokumentieren die wichtigsten Stichpunkte.

 

Aus Sicht der Journalisten

 

Die Pressemitteilung:

 

  • Nachfassen nervt: PM geht raus, sofort folgt der Anruf, ob PM angekommen ist
  • Im Betreff sollte mehr stehen als das Wort „Pressemitteilung“
  • PM zu lang, zu nichtiger Anlass
  • Die wichtige Nachricht kommt zum Schluss
  • Auf den Verteiler achten: nicht alle, aber auch nicht nur der Chef – personenunabhängige Mail-
  • Adresse benutzen
  • PM ohne alles: kein Briefkopf, kein Ansprechpartner
  • PM besser mit Fotos
  • Exakte Firmennamen manchmal schwierig: „AOK, die Gesundheitskasse“
  • Word statt PDF
  • PM geht raus, Ansprechpartner ist für Nachfrage nicht mehr zu erreichen
  • Ansprechpartner im Anschreiben und im Dokument nennen
  • Umstritten: Zu große Bilder, besser Link???
  • Zeitfaktor: Wann geht PM raus? Stichwort „Redaktionsschluss“
  • Tagesdatum fehlt, schlecht bei Recherche
  • Bei einfacher Nachfrage heißt es gleich: „Schreiben Sie uns eine Mail.“


Die Pressekonferenz:

 

  • Anmelden gehört sich
  • Enger Planungszyklus: Am Sonntag steht nicht fest, wer am Montag kommt
  • Beiderseitiges Verständnis für enge Terminlage
  • Einladung besser langfristig
  • Vorausplanung/Vorschau
  • Uhrzeit: besser vormittags
  • Stringenter Ablauf
  • Nicht zu viel Show, Zeit zur Nachfrage, aber: TV braucht Bilder, Radio Stimmen
  • PK = Medienkonferenz?
  • Nicht nur Show, auch Inhalt
  • Anlass für PK muss gegeben sein
  • Redaktionsbesuch statt PK, aber bitte anmelden
  • Sperrfrist, wenn Thema nicht raus soll beziehungsweise absprechen
  • Keine PK ohne Thema zu nennen: Planung sonst schwierig
  • Wenn PK, bitte auch PM, aber wann? Wenn PM zu früh rausgeht, werden die belohnt, die nicht
  • da sind und die bestraft, die da sind
  • Umstritten: PK im Internet???

 

Aus Sicht der Pressestellen

 

Die Pressemitteilung:

 

  • Journalisten rufen an: Wo ist die PM?
  • Ansprechpartner der Pressestellen nicht mit veröffentlichen
  • PM ordentlich lesen: Links
  • Bildangebote werden nicht wahrgenommen
  • PM zum Teil in verschiedenen Sprachen: Auf „Schönschreiben“ kann da keine Rücksicht
  • genommen werden
  • PM zum Teil juristisch vorgeprüft: wenig Spielraum bei Formulierung
  • Wörtliche Zitate richtig wiedergeben
  • Spielregeln abstimmen
  •  

Die Pressekonferenz:

 

  • Rückmeldungen auf Einladungen
  • Manche Firmen haben Sicherheitsbestimmungen: Anmeldung Pflicht
  • Wenn man nicht kann: abmelden
  • Wenn möglich, mitteilen, wer kommt
  • Wenn Journalisten zu spät kommen: anrufen
  • Bei komplexen Sachverhalten gerne nach der PK nachfragen
  • Sonstiges:
  • Pressesprecher müssen im eigenen Haus für Verständnis für Journalisten sorgen
  • Fragen vor Interviews abklären?