Besuch bei der Schwäbischen Zeitung

Der Presseclub Netzwerk K war zu Gast bei Schwäbisch Media in Ravensburg: Neugier und Horizonterweiterung sind schließlich Grundtugenden der Journalisten. Am 2. Mai ging es deshalb zu Schwäbisch Media nach Ravensburg. Vorstandsmitglied Martin Hennings, Lokalchef der Schwäbischen in Friedrichshafen, hatte es möglich gemacht.


21 Mitglieder des Presseclubs, bunt gemischt aus Redakteuren, freien Journalisten und Pressesprechern, kamen ins neue Medienhaus in der Karlstraße. Chefredakteur Hendrik Groth und Andreas Müller, Mitglied der Chefredaktion, erläuterten mit Zahlen und Grafiken die Herausforderungen der digitalen Zeit: Eine gute Regionalzeitung zu machen und gleichzeitig die Online-Nutzer im Blick zu haben – bei akuter Nachrichtenlage möglichst blitzschnell. „Agenda 2016“ nennen sie es bei der Schwäbischen.
Kernpunkt: Der Leser rückt in den Mittelpunkt; der „Pädagoge“ am Redaktionstisch hat ausgedient. Insgesamt, so fanden die Besucher, ein großer Schritt zur Wertschätzung qualitätsvoller Inhalte und professionellen journalistischen Handwerks. Welches, so sah man, immer mehr Vielfältigkeit verlangt: Zeitungsredakteure bedienen alle Kanäle, filmen auf Terminen fürs Internet und das „Journal“ im Sender Regio TV, das seit kurzer Zeit von Zeitungsmachern produziert wird und somit dem Sender hohe regionale Nachrichtenqualität bringt.


Ein Rundgang durchs Haus zeigte die neue Welt des Zeitungsmachens: Offene Räume, ein zentraler Newsdesk, produzierte Seiten übergroß auf Wandbildschirmen. Jeder Kollege kann mitschauen und Ideen einbringen. „Eine ganz andere Welt als noch vor ein paar Jahren im alten Stammhaus in Leutkirch“, sagt Hendrik Groth.
Doch der „Glaspalast“, wie er in Ravensburg genannt wird, birgt noch viel mehr. Das neue Studio von Regio TV zum Beispiel. Die Presseclub-Mitglieder staunten, wie klein das Studio doch ist, in dem fast alle Sendungen produziert werden. Und dass die Wand hinter den Nachrichtensprechern heute grün ist – aus der Bluebox ist eine Greenbox geworden. „Ganz einfach zu erklären, wenn wir unsere heutige Kleidung anschauen“, sagte Andreas Müller: „Bei Bluebox hätten wir jetzt alle lustige Bilder auf dem Körper.“ (kap)